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Otoplastiklabor Müller GmbH
Hüttenbergstr. 14
66538 Neunkirchen
Tel: 06821-24844
Fax: 06821-210996
Email: mueller@otoplastik.de

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So finden Sie uns

  Aussenohranatomie

Aussenohranatomie

Benutzung des Otoskops

Die Aussenohrprüfung gibt Aufschluß über:

  • die Größe des Abdrucks
  • Länge, Richtung und Durchmesser des Ohrkanals
  • Oberfläche und Konturen des Aussenohres
    und des Gehörgangs
  • besondere Probleme wie Cerumen, Verbreiterung,
    Trauma, Krankheiten, Trommelfellperforationen,
    Operationskavernen

Bei dem Gebrauch von Otoskop und Lichtstab ist auf die richtige
Abstützung der benutzten Instrumente zu achten, damit bei einer
Bewegung des Kopfes keine Verletzungen entstehen können.

Um den Gehörgang geradezuziehen ist empfohlen, erwachsene
Ohren nach oben und Kinderohren nach unten zu ziehen.

Erwachsenen und Kinderohren

Mögliche Otoskopbefunde

Atresie oder Stenose

  • teilweiser oder vollständiger Verschluß des Ohrkanals
  • Rücksprache mit dem HNO Arzt

Cerumenbefall

  • Cerumen in trockener oder feuchter Form
    (gelb, braun oder rötlich)
  • bei größerem Befall Konsultierung des HNO Arztes

Ohrausfluß

  • Ohrausfluß ist ein Alarmzeichen für den Hörgeräteakustiker
  • HNO Konsultation

krankhafter Knochenwuchs

  • HNO Konsultation

Entzündungen

  • Eine bakterien oder Pilzinfektion macht das Ohr
    rot und empfindlich
  • HNO Konsultation

Operationskaverne

  • Extreme Vorsicht nötig,
    Ohrtamponierung durch HNO Arzt
  • HNO Konsultation

Fremdobjekte

  • Insekten, Wolle etc
  • HNO Konsultation

Trommelfellkomplikationen

  • Trommelfellauswölbung, Trommelfelleinwölbung
    oder Trommelfellperforation
  • HNO Konsultation

Abnahme von Abdrücke

Information des Kunden

Ein wichtiger Teil der Abdrucknahme ist die Information
des Kunden. Erklären Sie immer Ihrem Kunden die
Vorgehensweise, da Menschen das Unbekannte fürchten.
Eine gute Erklärung entspannt den Patienten. Erklären Sie
dem Patienten auch, daß die Abdrucknahme ungefähr
10 Minuten beansprucht.
Ein schlechter Abdruck oder ein schlechtes
Abdruckmaterial wird Probleme verursachen.

Vorbereitung

Bereiten Sie erst Material und Werkzeug vor, waschen
sie Ihre Hände. Prüfen Sie den Gehörgangskanal mit
dem Otoskop. Entfernen Sie Haare im Gehörgang,
wenn nötig.
Die Gehörgangstamponade muß gut nach dem zweiten
Knick plaziert werden.
Die Tamponade hat vor allem folgende Funktionen:

  • Es schützt das Trommelfell und begrenzt den Abruck.
  • Es dient als Sicherheit, daß das Material nicht das
    Mittelohr erreicht.
  • Es sorgt dafür, daß der ganze Kanal durch den Abdruck
    abgebildet werden kann.

Achtung:

Passen Sie auf, daß der ganze Gehörgangsdurchmesser
geschützt ist. Ein zu kleiner Tampon bewirkt, daß Abdruck-
material das Trommelfell erreicht.
Tampons gibt es aus Plastik oder Watte, beides ist zufrieden-
stellend, wenn eine ausreichende Größe verwendet wird.
Sobald das Tampon plaziert ist, können Sie das Abdruckmaterial
mischen.
Achung für spezielle Fälle:

Bei Operationskavernen muß die Tamponade durch
den HNO Arzt gelegt werden.

Abdrücke

Abdrucktechnik durch Spritze

Führen Sie das gemischte Material
in die Spritze ein.
Achten Sie stets darauf, daß keine
Luftblasen entstehen.
Führen Sie die Spritzenspitze in das
Ohr in die Nähe des Tampons und
fangen Sie an zu spritzen.
Sobald das Abdruckmaterial sichtbar wird,
ziehen Sie die Spritze langsam aus dem Ohr
heraus, mit der selben Geschwindigkeit, wie
das Abdruckmaterial das Ohr ausfüllt.
Achten Sie dabei darauf, daß das Spritzen-
ende im Abdruckmaterial bleibt.Füllen Sie
zuerst die Helix,die Concha und dann
den Tragus aus. Die ganze Prozedur
sollte in 30 Sekunden erledigt sein.
Sobald der Abdruck fertig ist, drücken Sie
sanft den Abdruck mit dem Finger im Bereich
der Concha und der Helix. Achten Sie darauf,
daß Sie nicht zu hart drücken, da dies den
Abdruck verzerren kann.

Abdruckkritik

Otoplastiklabors können nicht genug betonen, wie wichtig ein guter
Abdruck für die Ohrstückherstellung ist. Vor der Einsendung in ein
Labor sollte der Akustiker folgende Punkte beachten:

  • Ist der Abdruck einheitlich und vollständig
  • Ist der Gehörgangskanal lang genug,
    um den zweiten Knick darzustellen.
  • Ist der Helix klar dargestellt.
  • Ist das Abdruckmaterial ölig
  • Ist der Tragus klar dargestellt.
  • Ist die Concha vollständig
  • Sind irgendwo Unebenheiten
  • Sind die Ecken rund

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Länge und dem Durchmesser
des Gehörgangskanals gewidmet werden:

  • Für leichte Hörverluste kann der Kanal kurz sein, bis zum ersten Knick.
  • Für mittlere Hörverluste sollte der Kanal über den ersten Knick hinausgehen.
  • Für schwerere Hörverluste sollte der Kanal lang genug sein
    und über den zweiten Knick hinausgehen.

Denken Sie daran, daß ein zu langer Kanal für das Labor kein Problem ist,
wohl aber ein zu kurzer Abdruck.
Für den akustischen Sitz des Ohrstückes reicht die Abbildung bis kurz
nach der Concha aus. Für den Tragekomfort sollte das Ohrstück so kurz
wie möglich sein.

Abdruckkritik